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Die Industriestadt Kaiserslautern liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz und umfasst eine Fläche von knapp 140 Quadratkilometern. Ebenso knapp 100000 Einwohner tummeln sich hier in 18 Ortsbezirken.

Rund um die Stadt findet der Naherholungsuchende Anhöhen und Wälder, in denen er die Seele baumeln lassen kann.

Geschichtlich gesehen ist die Gegend um Kaiserslautern schon in der Jungsteinzeit besiedelt worden, worauf archäologische, so genannte Bandkeramische, Funde hinweisen, was bedeutet, dass in der Zeit von etwa 5000 bis 6000 vor Christus die Menschen ihre von Hand gefertigten keramischen Gefäße mit eckigen und runden Linien in einem bandförmigen Muster verziert haben.

Doch auch Funde aus der Römerzeit zeigen, dass dieser Landstrich für die Menschen als Siedlungsgebiet von großem Interesse war. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes wird auf etwa 9. Jahrhundert datiert.

Dem damaligen Ort „Lautern“ wurden die Stadtrechte im späten 13. Jahrhundert von dem Habsburger Rudolf verliehen, der Name änderte sich im Verlauf der Zeit zu Kaiserslautern.

Mitte des 19. Jahrhunderts nahm in Kaiserslautern die Entwicklung zur Industriestadt ihren Lauf, was wirtschaftlich durch die Ansiedlung von Kammgarnspinnereien zu einem Aufstieg führte, der Kaiserslautern zu einem bedeutenden Industriestandort in der Pfalz machte. Die Marke „Pfaff“ sagt sicher dem einen oder anderen etwas – der Nähmaschinenhersteller errichtete hier seine Fabrik im Jahr 1862. Dieser Umstand ist auch für Sachverständige in ihren Wertermittlungen und Gutachten von Interesse.

Im Zweiten Weltkrieg gab es wie anderenorts auch viele Zerstörungen durch die Luftangriffe der Alliierten, wodurch die Menschen mehrmals zur Evakuierung gezwungen waren. Nach dem Krieg war Kaiserslautern von den Amerikanern besetzt, die hier die größte Garnison außerhalb ihres Heimatlandes aufbaute.

Wirtschaftlich war Kaiserslautern im Nachteil dadurch, dass die Flächen von militärischen Einrichtungen besetzt waren. In den 1980er Jahren kam es zur wirtschaftlichen Flaute, was zu Entlassungen nicht nur in der Industrie führte. Der Abzug von Truppen sorgte ebenfalls für wirtschaftliche Einbrüche.

Heute ist Kaiserslautern jedoch wieder auf einem guten Weg nach vorn und erzielt wirtschaftliche Erfolge als IT- und Wissenschaftsstandort, was Sachverständigenbüros in Immobilienbewertungen sicher berücksichtigen.

Da die Stadt wegen ihrer strategischen Lage nicht nur zu Weltkriegszeiten immer wieder zerstört wurde, ist an bauwerklich historischen Gebäuden nicht so viel zu finden. Doch gibt es immer noch das eine oder andere Highlight zu entdecken. Dazu gehören sicherlich einige der Kirchen sowie einige Bauten aus der Barockzeit oder des Klassizismus wie beispielsweise das Bistumshaus.

Die amerikanischen Soldaten haben auch das Stadtbild Kaiserslauterns mit geprägt – zehntausende sollten untergebracht werden und so wurden eigens für diese Truppen Gebiete für Häuser bereitgestellt, wo sogar die Straßennamen amerikanisch benannt wurden.

Wen es in die Natur zieht, der findet bei Kaiserslautern den von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesenen Pfälzerwald in Verbindung mit dem französischen Vosges du Nord (da grenzüberschreitend zu Lothringen und dem Elsass) und hier kann der gestresste Mensch Erholung finden.